Mein langer Weg zur Traumpraxis

Am Ende ging alles ganz schnell... in kurzer Zeit wurden alle Verträge unterzeichnet und nach rund drei Monaten saß ich das erste Mal am Behandlungsstuhl in meiner eigenen Praxis. Aber mein Weg dahin war äußerst steinig! Insgesamt zweieinhalb Jahre war ich auf der Suche nach einer geeigneten Praxis und hatte mit einigen Enttäuschungen zu kämpfen.

Dabei hatte ich mich sehr intensiv auf das Thema Gründung vorbereitet – mich mit betriebswirtschaftlichen Aspekten, QM und Marketing auseinandergesetzt. In sämtlichen Praxisbörsen war ich zu Hause. Ich annoncierte selbst und ging wahrlich Klinken putzen. Das hatte ich mir deutlich einfacher vorgestellt.

Verzweiflung im Dschungel der Praxisabgabe

An Angeboten mangelte es nicht. Aber ich hatte gewisse Vorstellungen, wollte mindestens drei Behandlungszimmer in einer ansprechenden Lage. Es sollte eine lebendige Praxis mit Personal und zeitgemäßem Behandlungskonzept sein. Hinzu kam noch, dass ich räumlich nicht sehr flexibel war. Als Mutter von 2 schulpflichtigen Kindern wollte ich im Umkreis von 25 km bleiben.

So besichtigte ich zusammen mit meinem Ehemann einige potentielle Praxen. Mehr als einmal stiegen wir in Verhandlungen ein. Begeistern konnte ich mich für einige Objekte. Doch eine gründliche Prüfung zeigte dann regelmäßig, dass die Schnittmenge mit meinen eigenen Vorstellungen nicht ausreichte. Wiederholt stellte sich außerdem heraus, dass der ein oder andere potentielle Abgeber nicht so recht wusste, wann und wie die Übergabe stattfinden könnte. Mit wachsender Verzweiflung stellte ich meine Wünsche immer wieder kritisch auf den Prüfstand. Aber so eine Entscheidung für die eigene Praxis ist eine Entscheidung für die nächsten Jahrzehnte und beeinflusst das gesamte Leben maßgeblich. Also wollte ich keine allzu großen Kompromisse eingehen.

Doch lieber neugründen?

Mit diesen ernüchternden Erfahrungen im Gepäck machte ich mich schließlich auf die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für eine Neugründung. Schnell kannten wir, mein Mann und ich, alle freien Gewerbeflächen und Neubauprojekte in der Region. Das Kapitel Mietvertragsverhandlungen und mögliche Umbau- /Ausbauplanung begann. Auch hier kamen wir nicht recht voran. Viele Vermieter waren hell auf begeistert, als sie hörten, dass Räumlichkeiten für eine Zahnarztpraxis gesucht werden. Als es dann aber an die ersten Details mit Wasser, Strom und Traglasten ging, schlug die Begeisterung regelmäßig um.

Schnell schienen uns Neubauten für eine Neugründung besser geeignet als Bestandsimmobilien, weil hier unsere Bedürfnisse von Anfang an bedacht werden konnten. Aber auch damit lief es alles andere als einfach! Ein vielversprechendes Objekt sprang nur einen Tag vor Unterzeichnung des Mietvertrages ab.

Einige Monate später hatten wir dann ein neues Objekt gefunden. Großzügige Räumlichkeiten im Rohbau standen zur Diskussion. Der tolle Neubau kitzelte mich und meinen Mann sehr. Jedoch zogen sich die Verhandlungen zum Mietvertrag unglaublich in die Länge. Für das Objekt wurde zusätzlich zu einer beachtlichen Miete, eine monatliche Umsatzsteuer komplett veranschlagt. Den Aufbau der Räumlichkeiten sollten wir komplett selbst zahlen. Wir hatten in dieser Zeit  verschiedenste Berater an unserer Seite. Aber unser Bauchgefühl wurde von Termin zu Termin schlechter.

Dann hatte ich eine Art Eingebung: Ich sagte zu meinem Ehemann, lass uns doch nochmal Kontakt mit GERL. Dental aufnehmen und uns eine Zweitmeinung einholen. Namentlich war mir GERL. Dental bis dahin schon bekannt. Erfahrungen hatte ich mit dem Depot allerdings bisher keine gemacht. Aber es konnte ja nicht schaden, dort einmal nachzufragen.

Im letzten Moment vor einem großen Fehler bewahrt

Die Kontaktaufnahme verlief sehr freundlich und unkompliziert und schon wenige Tage später trafen wir uns das erste Mal mit Norman Niehage und Tanja Metz von GERL. im Rohbauobjekt. Dieses erste Treffen begeisterte meinen Mann und mich spontan. Denn mit vielen Mitbewerbern waren die ersten Gespräche sehr sperrig gewesen und nur wenige holten uns da ab, wo wir zu dem jeweiligen Zeitpunkt standen. Die Berliner Niederlassung von GERL. Dental ging stattdessen unvermittelt und absolut professionell an die Beurteilung des Projektes – und zwar auf allen Ebenen. Eine Machbarkeitsstudie wurde durchgeführt! Innerhalb kürzester Zeit wurden die richtigen Fragen gestellt und die Machbarkeit – oder besser gesagt die Nicht-Machbarkeit – des Projektes analysiert. Der gordische Knoten, der sich in monatelangen Verhandlungen gebildet hatte, wurde von GERL. Dental mit einem Mal zerschlagen und wir wurden vor einem großen Fehler bewahrt. Vielen Dank nochmals hierfür! Wir entschieden uns also gegen den großzügigen Rohbau...

Endlich Land in Sicht

Diese Enttäuschung mussten wir erst einmal verdauen. Aber wir hatten das Gefühl endlich einen Partner zum Thema Praxisgründung gefunden zu haben, der allumfassend und hochprofessionell an unserer Seite steht. Und all das auf eine herzliche und sachliche Art und Weise. (Anmerkung: Ich bekomme kein Geld für diese Worte – es sind meine ehrlichen Gedanken dazu!)

Zwei Wochen später wurde ganz klassisch durch die KZV Land Brandenburg ein Praxisangebot zur Übernahme an mich vermittelt. Da war sie: meine Praxis zur Übernahme mit drei Behandlungszimmern, in sehr guter Lage, mit Praxispersonal und zeitgemäßem Konzept! Die Abgeberin wollte aus persönlichen Gründen zeitnah ihre Praxis veräußern. Durch unsere Odyssee hatten wir alles Notwendige bereits in der Schublade. Die Bank war auf uns eingestellt, Businesspläne hatten wir mehr als einen geschrieben und mit GERL. Dental hatten wir einen starken Partner an der Seite. Also ging auf einmal alles sehr schnell.

Im Spätherbst 2020 wurden alle Verträge angestoßen. Die Bewertung durch GERL. Dental gab uns hier zusätzliche Sicherheit. Das Personal und die Patienten wurden über die Übergabe informiert. Innerhalb von 8 Wochen wurden alles fixiert.

Zusammen mit unserem Marketingspezialisten "Der Sichtbarmacher" entwickelten wir das Corporate Design und konzipierten die Website. Wir bestellten Stühle und Geräte und planten die Renovierung. Die Mitarbeiter von GERL. Dental haben uns dabei enorm entlastet, weil sie alle Gewerke koordinierten. Zwischendrin haben wir uns mehrmals selbst überholt.

Neuer Glanz

Im Januar 2021 startete ich in den alten Praxisräumlichkeiten direkt in den Behandlungsalltag. Das gelang ohne Probleme, schließlich konnte ich bereits auf 14 Jahre Berufserfahrung zurückblicken. Parallel wurde eine Inventur durchgeführt und großzügig "ausgemistet". Im Februar wurde die Praxis dann für zwei Wochen geschlossen, um zu renovieren. Den Grundriss haben wir beibehalten. Doch an die Wände kamen neue Farbe, es gab einen neuen Fußboden, einen komplett neuen Hygieneraum, ein neues Lichtkonzept in allen Räumen, einen neuen Behandlungsstuhl und wir installierten unser CEREC.

GERL. Dental und speziell das Team aus Berlin um Norman Niehage haben uns in der ganzen Gründungsphase durch ihren Blick für das Ganze überzeugt. Im Vorfeld hörten wir oft Sätze wie "Wir bauen die Stühle ein. Klempnerarbeiten gehen uns aber nix an." GERL. Dental hingegen hat uns mit einem hervorragenden Netzwerk unterstützt. Für alles – angefangen bei der betriebswirtschaftlichen Bewertung über IT über Großgeräte bis hin zu Verbrauchsmaterial – wurde uns schnell und unkompliziert eine Lösung angeboten. Und bei unserem straffen Zeitplan war dies auch dringend erforderlich. Und all das fand im Corona-Lockdown statt. Diese Phase war sehr intensiv.

Zusammenwachsen im Team

Das Praxisteam und ich nutzten die Zeit der Renovierung für intensives QM. Da wir sehr unvermittelt gestartet waren, setzten wir uns während der Renovierung zusammen, um Prozesse zu besprechen, zu definieren und um uns besser kennen zu lernen. Mittlerweile sind wir gut im Behandlungsalltag angekommen. Allen macht das Arbeiten in den frisch renovierten, hellen Räumlichkeiten Spaß.

Meine Highlights

Wir haben uns für ein modernes Farbkonzept in Grau und Petrol entschieden, passend zu unserem Logo. Das zeigt einen digital anmutenden Zahn und soll unseren Anspruch an eine moderne und hochwertige Zahnheilkunde vermitteln. Die Patienten sprechen uns regelmäßig darauf an. In der Praxis findet sich das Logo natürlich auch überall wieder.

Als ganz besonderes Highlight empfinde ich die neue Lichtinstallation. Sie lässt die Praxisräume sehr modern und einladend wirken. Für unsere Patienten haben wir zusätzlich beleuchtete Deckenbilder über den Behandlungsstühlen installiert, die ebenfalls großen Anklang finden.

Noch sind wir nicht komplett fertig mit der Praxisausgestaltung. Jetzt werden wir uns noch auf die Suche nach dem ein oder anderen Dekoobjekt machen. Aber der wohl größte Hingucker ist die CEREC Primemill im Rezeptionsbereich. Sie wurde eher aus der Platznot dort aufgestellt. Doch mittlerweile zeigt sich, wie fasziniert unsere Patienten von dem Gerät sind.

Mein persönliches Fazit

Vor allem mit Blick auf die jüngste Vergangenheit bin ich froh, dass ich mich letztendlich doch für eine Praxisübernahme entschieden habe. Die Zeiten sind durch COVID-19 doch etwas angespannter. Und bei einer guten Übernahme kann man fast nahtlos einsteigen – Patienten sind da, Personal ist da, Abläufe und Strukturen sind da. Das gibt einem Sicherheit. Alles eins zu eins zu übernehmen, ist aber sicher nicht sinnvoll. Man muss wissen, was man selbst möchte und dies klar und verständlich kommunizieren. So haben wir bisher viele Abläufe und Strukturen angepasst. Dabei habe ich vom Know-how meiner Mitarbeiter profitiert. Wir konnten neue und moderne Behandlungsmethoden und Geräte einführen. Das neue zeitgemäße Marketing und Corporate Design spricht die Bestandspatienten gleichermaßen an wie Neupatienten. Und täglich kommen bereits neue Patienten zu uns...

Auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit freue ich mich, dass es uns gelungen ist, eine bestehende Praxis zu übernehmen und weiterzuführen!

Im Nachhinein bin ich für alle Erfahrungen in fast 3 Jahren Praxissuche und -planung dankbar. Ich kann jedem nur raten, sich im Vorfeld bewusst zu machen, was man genau möchte. Ein geeignetes Objekt zu finden – egal, ob Übernahme oder Neugründung – ist aus meiner Sicht die größte Herausforderung. Wenn dies gelungen ist, braucht man einen engagierten und kompetenten Partner, der einem sagt was möglich ist und noch wichtiger was NICHT möglich ist. Und den findet man definitiv in GERL. Dental. Das Team hat uns mit Herz und Verstand überzeugt!

Deswegen würde ich beim nächsten Mal sogar schon ab der Praxissuche mit GERL. zusammenarbeiten...

 

Die Gründerin
Dr. med. dent. Ivette Szabadi

  • seit Januar 2021  Niederlassung in eigener Praxis in Potsdam
  • Schwerpunkte: Endodontie, KONS, Parodontologie, festsitzender Zahnersatz mit CEREC, herausnehmbarer Zahnersatz
  • verheiratet, 2 Kinder